Konjunktur- und Arbeitslosenentwicklung.

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Das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich hat das zweite «Zürcher Wirtschaftsmonitoring» dieses Jahres herausgegeben.

Der Amtschef, Bruno Sauter, zur Einschätzung der Lage im Zürcher Oberland:

  1. Wie sind die aktuellen Zahlen und Fakten im Zürcher Oberland im Vergleich zum Kanton Zürich?
    Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich: Mai 2018

    Arbeitslose Veränderung AL ggü Vormonat Arbeitslosenquote Stellensuchende
    Kanton Zürich 20’939 -9.5% 2.5% 32’480
    Bezirk Uster 1’781 -7.3% 2.5% 2’763
    Bezirk Pfäffikon 525 -10.9% 1.6% 989
    Bezirk Hinwil 1’152 -3.3% 2.2% 1’561

     

  2. Was bedeutet dies für die Wirtschaft?
    Grundsätzlich eine sehr positive Entwicklung auf breiter Front. Fast alle Wirtschaftszweige und auch alle Altersgruppen profitieren. Allerdings erkennen wir die die Schwierigkeiten der Altersgruppe Ü50 auch in den Erwerbslosenzahlen zunehmend und die Abhängigkeit Zürichs vom Finanzdienstleistungssektor ist noch immer gross. Zudem sind die globalen Risiken (Europa mit Euro, Unruhen, Kriege) ausserordentlich und können rasch einen massgeblichen Einfluss auf die Zürcher Wirtschaft haben.
  3. Wo sehen Sie die Stärken der Wirtschaft im Zürcher Oberland?
    Breite industrielle Abstützung welche vom weitweiten Wachstum in der Breite profitiert. Regionale Vernetzung in einem äusserst attraktiven Wirtschaftsraum. Gute Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal. Hohe Lebensqualität und hervorragende Infrastruktur mit sehr guter nationaler wie interantionaler Anbindung.
  4. Wie sieht die Zukunft aus, welche Entwicklungen sind zu erwarten?
    Zurzeit sind alle Vorzeichen positiv. Gegeben den Risiken würde ich nicht überschwenglich werden. Aber das konstante positive Wachstum in wichtigen Zielmärkten der Schweizer Wirtschaft ist als positives Zeichen zu werten und wird auch über Jahrzehnte Perspektiven bieten. Allerdings muss es uns weiterhin gelingen, Handelsbeziehungen über Europa hinaus in neuen Märkten aufzubauen und zu entwickeln. Die neuen Technologien werden die Menschen in der Schweiz grundsätzlich positiv aufnehmen und aufgrund ihrer meist sehr guten Ausbildung in den beruflichen Alltag integrieren. Aufpassen sollten wir bei disruptiven Geschäftsmodellen welche über Plattformen die Kundennähe und Marktmacht einseitig zu verändern vermögen.

Interview von Zürioberland Wirtschaft mit Bruno Sauter, Amt für Wirtschaft und Arbeit, vom 26. Juni 2018.

 

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